Parodontitits mit Ultraschall behandeln

Als Parodontitis bezeichnet man die Entzündung des Zahnhalteapparates. Dabei lösen bakterielle Zahnbeläge zunächst eine Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis) aus und greifen im späteren Verlauf auf den gesamten Zahnhalteapparat über. Die Parodontitis gilt, aufgrund ihrer Häufigkeit, als einer der großen Volkskrankheiten unserer Zeit.

Symptome der Parodontitis

Am Anfang einer Parodontitis stehen unspezifische Symptome wie Zahnfleischbluten und -schwellungen. Diese Symptome werden vom Patienten häufig unterschätzt und nicht als dringender Grund für einen Zahnarztbesuch gewertet, was besonders ärgerlich ist, denn in diesem Stadium lässt sich der Verlauf der Krankheit noch verhältnismäßig gut stoppen bzw. kontrollieren.

Durch bakterielle Zahnbeläge entwickelt sich jedoch, ohne eine zeitnahe Behandlung, häufig eine ausgeprägte Parodontitis. Dabei kommt es zu einem fortschreitenden Zahnfleischrückgang an den Zahnhälsen, wodurch sich in der Folge sogenannte Zahnfleischtaschen bilden. Die zunehmende Freilegung der Zahnsubstanz führt zu einem hohen Infektionsrisiko für den Knochen und das Gewebe unter dem Zahnfleisch, sodass die Zähne mit der Zeit ihren Halt verlieren. Langfristig ist ein Zahnverlust die Folge und schlimmstenfalls ein Ausbreiten der Entzündung auf den gesamten Organismus, was ernstzunehmende gesundheitliche Probleme für den Patienten bedeuten kann.

Weiterführender Artikel: Parodontitis vorbeugen – was kann ich als Patient tun?

Ablauf der Parodontitistherapie

Bevor die eigentliche Therapie beginnen kann, müssen alle Zähne in einem einwandfreien Zustand sein. Das schließt insbesondere eine Professionelle Zahnreinigung mit ein, bei der die Zähne, der Zahnfleischsaum und die Zahnzwischenräume von sämtlichen Ablagerungen und Belägen befreit werden. Je nach Befund muss vor der Therapie auch eine Karies- oder Wurzelbehandlung durchgeführt werden.

Die klassische Parodontitistherapie erfolgt in örtlicher Betäubung. Dabei werden die Zahnwurzeln und -hälse sowie die entzündeten Zahnfleischtaschen von Bakterien und Belägen befreit (Hinweis: hierbei handelt es sich nicht um die „klassische Professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt„). Die zur Reinigung eingesetzten Instrumente haben sich in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt. Wurden anfänglich noch sehr einfache Handinstrumente verwendet, stehen heutzutage jeder modernen Zahnarztpraxis wesentlich schonendere und für den Patienten angenehmere Methoden zur Verfügung.

Schonende und effektive Behandlung per Ultraschall

Eines dieser modernen Verfahren ist die Behandlung der Parodontitis per Ultraschall, die wir auch hier in der Zahnarztpraxis Markus Peters in Solingen anbieten. Bei der Entfernung von Zahnstein und hartnäckiger Belege hat sich die Technik bereits bewährt, weshalb sie inzwischen auch bei der Behandlung von Parodontitis zum Einsatz kommt. Um in die sehr dünnen Taschen im Zahnfleisch zu gelangen, werden allerdings filigranere Instrumente eingesetzt, als z.B. bei der Zahnreinigung. Während der Reinigung werden die Taschen durchgehend mit Flüssigkeit ausgespült, um den reinigenden Effekt zu verstärken und die entfernten Rückstände auszuspülen.

Die Reinigung der Zähne erfolgt bei der Ultraschallbehandlung über hochfrequente Schwingungen, die die Beläge sanft lösen und ist für den Patienten deutlich angenehmer, als herkömmliche Methoden, da die Zahnwurzeln nicht mehr direkt mit Handinstrumenten bearbeitet werden.

Dadurch lassen sich unbeabsichtigte Schäden der Wurzeln, was bei der Behandlung mit Handinstrumenten immer ein Risiko ist, auf ein Minimum reduzieren, da diese gänzlich wegfallen. Da Berührungen der Zahnwurzeln mit dem Ultraschallgerät nicht komplett vermieden werden können, empfiehlt trotzdem eine lokale Betäubung, einfach um den Eingriff so angenehm wie möglich zu gestalten.

Weiterführender Artikel: Zahnfleischbluten: Auslöser, Bedeutung & Abhilfe

 

Ob und welche Art Behandlung notwendig ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Sollten Sie allerdings eine der o.g. Symptome bei sich feststellen oder einfach unsicher sein, erwähnen Sie diese bitte unbedingt bei Ihrem nächsten Kontrolltermin bzw. falls die Symptome stark ausgeprägt sind, vereinbaren Sie bitte schnellstmöglich einen Termin.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit, während unserer Sprechzeiten, zur Verfügung.

Zahnverfärbungen: Entstehung & Vorbeugung

Zahnverfärbungen auf den Zahn gefühlt: wie entstehen sie und wie beugt man vor?

Schöne und weiße Zähne werden als ansprechend empfunden und stellen ein erstrebenswertes Schönheitsideal dar. Doch oft verändert sich die Zahnfarbe über die Jahre. Wir erklären, welche Ursachen dahinterstecken und was man dagegen tun kann.14

Die Zahnfärbung wird durch innere Faktoren beeinflusst

Die Färbung der Zähne ist individuell von Mensch zu Mensch verschieden, ohne dass ein Fehlverhalten bei der Mundhygiene vorliegen muss. Sie wird durch das gelbe Zahnbein (Dentin) sowie durch die Komposition und Stärke der aufgelagerten Schicht bestimmt. So scheint bei dünnem Zahnschmelz die Färbung des Dentins stärker durch und die Zähne wirken gelblicher. Im Alter verstärkt sich der Dentinkern oftmals und beeinflusst damit ebenfalls die Zahnfärbung.

Ernährung und andere äußere Bedingungen begünstigen Verfärbungen

Auch äußere Faktoren, welche wir beeinflussen können, bestimmen die Zahnfärbung. Beim Konsum verschiedener Lebensmittel lagern sich Substanzen auf dem Zahnschmelz ab, welche Verfärbungen nach sich ziehen. Einige Lebensmittel sind dabei besonders aggressiv. Insbesondere Tabak hat den Ruf gelbe Zähne zu verursachen. Aber auch andere Genussstoffe wie Tee, Kaffee, Rotwein und bestimmte Obstsorten, wie zum Beispiel Kirschen, können die Zähne einfärben. Eine unsachgemäße Zahnpflege beeinflusst das Erscheinungsbild der Zähne ebenfalls negativ. Wird die Zahnpflege nicht gründlich ausgeführt, lagern sich Zahnstein und Plaque ab. Wird im Gegenzug die Mundspülung zu lang und zu häufig verwendet, kann das zu einer unerwünschten Änderung der Mundflora führen, die Sulfid produzierende Bakterien und damit eine Zahnverfärbung begünstigt. Weiße Flecken auf den Zähnen können durch eine Überdosis an Fluoriden entstehen, welche in gemäßigten Mengen die Zähne eigentlich stärken sollen. Aber auch nicht speziell für den Mundraum eingenommene Wirkstoffe können einen negativen Einfluss auf das Gebiss entfalten. So führt eine Überdosis von Antibiotika der Tetrazyklingruppe ebenfalls zu Verfärbungen durch Einlagerung in den Zähnen.

Vorbeugen mit der richtigen Pflege

Wir müssen einer durch außen bedingten Verfärbung der Zähne jedoch nicht tatenlos zusehen, sondern können mit vorbeugender Zahnpflege Verfärbungen verhindern. Wer kann, sollte auf den Genuss verfärbender Lebensmittel am besten verzichten. Die Wirkung von Kaffee und Tee kann durch einen Schuss Milch entschärft werden. Zahnpflegekaugummis verstärken den Speichelfluss und helfen damit Ablagerungen zu vermindern. Es bewährt sich, nach einer Mahlzeit mit Wasser nachzuspülen, um das Milieu im Mund zu neutralisieren und das Anlagern von Reststoffen an den Zähnen zu minimieren. Besonders effektiv ist es, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide zu reinigen und damit auch schwer zugängliche Stellen im Mund effektiv von Essensresten zu befreien. Etwa eine halbe Stunde nach der Mahlzeit empfiehlt es sich, die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahncreme zu putzen. Vorsicht ist geboten bei eigenständigen Maßnahmen gegen bereits verfärbte Zähne. Hausmittel wie Backpulver, Zitronensaft oder Salz können den Zahnschmelz angreifen, das Zahnfleisch reizen und damit die langfristige Mundgesundheit beeinträchtigen. Auch im Handel erhältliche aufhellende Zahncremes sollten nur mit Bedacht eingesetzt werden. Sie enthalten Partikel, welche den Zahn manuell abschmirgeln und damit den Zahnschmelz angreifen. Eine weitere Möglichkeit zur Akutanwendung sind Bleaching-Sets. Auch hier sollte man sich unbedingt an die Verbraucherhinweise halten, um nicht mehr Schaden anzurichten, als zu nutzen.

Professionelle Unterstützung vom Zahnarzt

Selbst gründliches und sachgemäßes Putzen entfernt meist nicht alle Beläge. Beim regelmäßigen Zahnarztbesuch werden die Zähne sorgfältig von entstehendem Zahnstein befreit. Hartnäckigen Belägen rückt eine professionelle Zahnreinigung (mehr erfahren) zu Leibe und minimiert gleichzeitig die Gefahr neuer Ablagerungen. Ein sachgemäß durchgeführtes Bleaching kann die Zahnfarbe um mehrere Nuancen aufhellen. Im Extremfall helfen Verschalungen oder Kronen dabei, schwere Verfärbungen zu verbergen. Vereinbaren Sie hierzu gerne einen Termin in unserer Zahnarztpraxis in Solingen.

Zahnfleischbluten: Auslöser, Bedeutung & Abhilfe

Zahnfleischbluten wird häufig nicht ernst genommen. Dabei ist blutendes Zahnfleisch alles andere als eine Lappalie, sondern weist auf eine entzündliche Erkrankung hin, welche unbehandelt zum Verlust von Zähnen führen kann. Hier werden die Ursachen und vorbeugende Maßnahmen für Zahnfleischbluten erörtert.

Die Ursachen von Zahnfleischbluten

Gesundes Zahnfleisch blutet nicht. Es gibt nur wenige Ausnahmen von dieser Faustregel. So können auch äußere Verletzung des Zahnfleisches, schwangerschaftsbedingte Hormonschwankungen oder ein geschwächtes Immunsystem aufgrund einer zugrunde liegenden Allgemeinerkrankung die Blutungsneigung des Zahnfleisches fördern. In jedem Fall ist es ein ernst zu nehmendes Alarmsignal, wenn das Zahnfleisch bereits bei harmlosen Einwirkungen, wie dem Zähneputzen, zu bluten beginnt. Im frühen Stadium des Zahnfleischblutens, wenn lediglich das Zahnfleischgewebe betroffen ist, nennt man dieses Symptom Gingivitis. Gingivitis wird durch Entzündungsreaktionen auf bakterielle Beläge ausgelöst, welche bei der Zahnpflege nicht gründlich genug entfernt werden. Ursache dafür kann eine unzureichende oder falsche Zahnpflegetechnik oder schwer zugängliche Bereiche im Mundraum, auf denen sich Bakterien abgelagert haben, sein. Die Folge sind stark durchblutete Schwellungen des Zahnfleisches als Abwehrreaktion des Immunsystems und infolge dessen eine erhöhte Blutungsneigung des Zahnfleisches. Werden diese Symptome zu lange ignoriert, kann sich die Entzündung auf den Knochen ausweiten und eine Parodontitis ist die Folge, welcher mit Hausmitteln nicht mehr beigekommen werden kann. 

Zahnfleischbluten effektiv vorbeugen

Zahnfleischbluten kann durch die richtige Mundhygiene verhindert werden. Solange es sich um weiche Beläge im Anfangsstadium handelt, können diese mit Zahnbürste, Zahnseide oder Interdentalbürsten gründlich entfernt werden. Das Bluten bestimmter Zahnfleischbereiche ist dabei nicht fehlzudeuten als Begründung, um diese Region bei der Reinigung schonender zu behandeln, sondern das genaue Gegenteil sollte der Fall sein. Hier signalisiert das Zahnfleisch, dass sich bereits Bakterien angelagert haben, welche eine Entzündungsreaktion des Körpers hervorrufen. Nur wenn diese Bakterienansammlungen gründlich entfernt werden, kann der Prozess gestoppt werden und die Entzündung abklingen. Sollten das Zahnfleisch an diesen Stellen zu schmerzempfindlich reagieren, kann vorübergehend auf Mundwasser zurückgegriffen werden, bis der Einsatz von Zahnbürste und Co wieder möglich ist. Gelingt es über längere Zeit nicht, die Beläge selbstständig zu entfernen, droht eine Verkalkung der Ablagerungen, der nur noch zahnärztliche Handinstrumente beikommen können. 

Weiterführender Artikel: Parodontitis bekämpfen: die richtige Hygiene ist ausschlaggebend

Professionelle Hilfe vom Zahnarzt

Bei der regelmäßigen Kontrolle kann der Zahnarzt Entzündungsherde im Mund bereits entdecken, bevor sie außer Kontrolle geraten. Die Blutungsneigung des Zahnfleisches ist dabei ein wichtiges Indiz für weitere Maßnahmen zur Entfernung der unerwünschten Bakterienablagerungen. Können diese, zum Beispiel aufgrund unregelmäßiger Zahnarztbesuche, nicht rechtzeitig durchgeführt werden, kann es zu einer fortgeschrittenen Parodontitis kommen, welche zum Rückgang des Knochens führt. In den dadurch entstehenden Zahnfleischtaschen können bakterielle Verkalkungen nur mit einer Tiefenreinigung behandelt werden. Im Idealfall ist diese als Behandlung für die Zahnfleischtaschen ausreichend. In schweren Fällen kann der Zahnarzt jedoch auch eine Zahnfleischkorrektur durchführen, welche die Zahnfleischtaschen und damit schwer zugängliche Entzündungsherde beseitigt.

So läuft eine parodontologische Behandlung in unserer Zahnarztpraxis ab: mehr erfahren

Parodontitis vorbeugen

Parodontitis bekämpfen – die richtige Hygiene ist ausschlaggebend

Das sogenannte Parodont ist das Gewebe, das die Zähne im Mund festhält. Es setzt sich zusammen aus dem Zahnfleisch und Bindegewebsfasern, die die Zähne fest im Knochen verankern. Solange dieses Gewebe gesund ist, bereiten die Zähne beim Zubeißen keine Probleme. Dann sieht das Zahnfleisch blassrosa aus und die Zähne sitzen fest.

Volksleiden Parodontitis

Wenn der Zahnhalteapparat nicht mehr gesund ist, schwillt das Zahnfleisch an, ist gerötet, bildet Taschen und blutet dauernd. Der Atem riecht unangenehm und ohne Behandlung lockern sich früher oder später die Zähne. Es kann aufgrund dauerhafter Entzündungen zu Zahnfleischschwund kommen. Und irgendwann ist dann auch der Knochen angegriffen, was man als Parodontitis bezeichnet. Im Volksmund wird diese auch Parodontose genannt.

Verursacht wird sie durch Keime, also Krankheitserreger, die sich in den Taschen des Zahnfleischs wohl fühlen. Dort ist es warm und feucht, es herrschen also ideale Bedingungen hinsichtlich der Vermehrung. Auf den offenen Oberflächen der Zahnwurzel bilden sich dann ständig wachsende Bakterienkolonien, ein sogenannter Biofilm, der klebt und das Gewebe durch die produzierten Giftstoffe zerstört. Ein entsprechender Belag an den Zähnen entwickelt sich, wenn er länger dort verbleibt, zu Zahnstein. Es handelt sich dabei um verkalkte Plaque, die fest haftet und bis in die Tiefen wachsen kann, wo sie sich auf den Wurzeloberflächen ablagert und die Zahnwurzel schädigt, wodurch ein endodontischer Eingriff (Behandlung der Zahnwurzel) ggf. unvermeidbar wird.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen halten den Schaden in Grenzen

Damit die meist schmerzfrei verlaufende Parodontitis nicht zur bösen Überraschung wird, sollte man regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin kann leicht feststellen, wie ausgeprägt die Ablagerungen an den Zähnen sind, kann sie entfernen und eventuell vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Um eine gute Zahnhygiene kommt man allerdings nicht herum: Konsequentes Putzen mit der passenden Technik entfernt Ablagerungen, bevor sich Plaque und Zahnstein bilden. Zu den richtigen Putzbewegungen mit einer nicht zu großen, aber auch nicht zu harten Bürste kommt die regelmäßige Anwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten für die Zahnzwischenräume.

Alle Ablagerungen kann man damit aber erfahrungsgemäß nicht entfernen, weshalb eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt unerlässlich ist. Parodontitis kommt bei Kindern und Jugendlichen eher selten vor, nur 1 % der jungen Menschen leidet darunter. Ab dem 35. Lebensjahr nimmt das Risiko einer solchen Erkrankung jedoch zu und ab dem 45. Lebensjahr ist sie die häufigste Ursache für den Verlust von Zähnen. Es gibt einige Risikofaktoren, die Parodontitis begünstigen. Dazu gehören insbesondere:

  • mangelnde Mundhygiene
  • erbliche Disposition
  • Rauchen
  • Diabetes mellitus

Schlechte Mundhygiene belastet den gesamten Körper

Das bekannte Motto „Gesund beginnt im Mund“ weist darauf hin, dass man die Zahnhygiene nicht vernachlässigen sollte, da eine schlechte Mundhygiene den gesamten Körper beeinflusst. Parodontitis ist mit Risiken für das Herz-Kreislauf-System verbunden. Sie kann Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts begünstigen. Des Weiteren erschwert sie die Einstellung des Blutzuckers bei Diabetikern. Außerdem kann es das Immunsystem stark fordern, wenn ständig Infektionen im Mundraum bekämpft werden müssen. Müdigkeit, Schlappheit, Kopfschmerz und allgemeine Abgeschlagenheit gehören noch zu den harmlosen Folgen. Wird eine bestehende Parodontitis richtig behandelt, wirkt sich dies also positiv auf die Gesamtgesundheit des Patienten aus.

Regelmäßige Zahnarztbesuche

Wer die empfohlenen zwei Besuche jährlich in der Zahnarztpraxis seines Vertrauens absolviert, muss sich eher keine Sorgen machen. Die Vorsorgeuntersuchungen zielen nicht nur auf die Gesundheit der Zähne ab, sondern auch auf den Zahnhalteapparat, also Zahnfleisch, Knochen und Bindegewebe. Ein guter Zahnarzt bzw. eine gute Zahnärztin hat das im Blick und wird darauf hinweisen, wenn Interventionen nötig sind

Regelmäßige Kontrollbesuche

Regelmäßige Kontrollbesuche: deshalb sind sie wichtig

Als Patient tragen Sie die Eigenverantwortung für Ihre Zähne. Wer gesunde Zähne bis ins hohe Alter möchte, sollte diese regelmäßig und gründlich reinigen. Denn keine zahnärztliche Vorsorge ersetzt eine konsequente Zahnpflege durch den Patienten selbst. Was Ihr Zahnarzt aber leisten kann, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Zähne, um mögliche Erkrankungen Ihres Zahnhalteapparates frühzeitig zu erkennen und somit, bei Bedarf, rechtzeitig eingreifen zu können. Was bei einer solchen Kontrolluntersuchung auf Sie zukommt und was Sie noch tun können, um Ihre Zahngesundheit zu erhalten, verraten wir Ihnen hier.

Die Kontrolluntersuchung durch den Zahnarzt – worauf muss ich mich einstellen?

Eine Kontrolle der Zähne sollte zweimal im Jahr beim Zahnarzt Ihres Vertrauens vorgenommen werden. Dieser kann nämlich sich anbahnende Probleme, rechtzeitig, also noch bevor sie überhaupt entstehen, erkennen und so eine geeignete Behandlung einleiten, um komplexere Eingriffe in der Zukunft verhindern.

Der Ablauf einer Kontrolluntersuchung läuft normalerweise immer ziemlich ähnlich ab: falls das Ihr erster Besuch in der Zahnarztpraxis ist, wird in der Regel zuerst eine Anamnese erhoben. Das bedeutet, dass Sie ein paar einfache Fragen beantworten oder einen Fragebogen ausfüllen müssen. Hierbei werden ein paar grundlegende Informationen, sowie bekannte Vorerkrankungen oder Allergien abgefragt. Auch die regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente ist eine für den Zahnarzt wichtige Information, da Sie die für zukünftige Behandlungen relevant sein kann, die Sie auf diesem Wege mitteilen können. Es ist wichtig, dass Sie auch vermeintlich unwichtige Fragen so genau wie möglich beantworten, da Sie dem Zahnarzt bereits als Hinweis auf eine eventuell vorliegende Erkrankung (z.B. Zahnfleischerkrankungen) dienen können (zum Beispiel: „Sind Ihre Zähne kälteempfindlich?“ oder „Blutet Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen“?). Im Zweifelsfall hilft Ihnen eine Praxismitarbeiterin bei der Beantwortung des Fragebogens gerne weiter.

Bei der anschließenden Kontrolluntersuchung selbst, kann der Zahnarzt dann feststellen, ob tatsächlich alles in Ordnung ist oder ob Handlungsbedarf besteht. Bei einer routinemäßigen Untersuchung werden Ihre Zähne von allen Seiten mit einem Spiegel (Dentalspiegel) gründlich von allen Seiten auf ungewöhnliche Verfärbungen und ähnliches geprüft. Anschließend wird mit einer Sonde das Zahnfleisch, die Zahnzwischenräume sowie der Zahnschmelz untersucht. Sollten keine Probleme festgestellt werden, dauert die Untersuchung normalerweise nur wenige Minuten.

Die professionelle Zahnreinigung – ergänzender Schutz für Ihre Zähne

Die Kontrolluntersuchung sollte im Optimalfall halbjährlich, mindestens aber einmal pro Jahr beim Zahnarzt durchgeführt werden, um eventuelle Erkrankungen so früh wie möglich zu erkennen. Als Ergänzung zu diesen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen empfiehlt es sich je nach Risikogruppe, ein- bis zweimal pro Jahr eine Professionelle Reinigung der Zähne (PZR) in Anspruch zu nehmen.

Dabei werden von einer ausgebildeten Fachkraft (DentalhygienikerIn) zunächst Ablagerungen und Verfärbungen entfernt. Anschließend werden die Zähne poliert und ein fluoridhaltiger Lack, um die Zähne zusätzlich zu schützen, aufgetragen. Die Dauer der Behandlung richtet sich in der Regel nach dem Ist-Zustand der Zähne, also wie viel Plaque (Zahnbelag) entfernt werden muss. Leider wird die PZR meist nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Oftmals wird sie jedoch teilweise bezahlt und ist, aufgrund ihrer geringen Komplexität, für jeden Patienten erschwinglich.

Sollte Ihr letzter Kontrollbesuch länger als 6-12 Monate zurückliegen, empfehlen wir Ihnen möglichst zeitnah einen Termin in unserer Praxis für Zahnheilkunde in Solingen zu vereinbaren. Sie erreichen uns durchgehend während unserer Sprechzeiten.

Moderne Endodontie

Moderne Endodontie: Behandlungen der Zahnwurzel mit dem Mikroskop

Die Endodontie ist ein Teilgebiet der Zahnheilkunde und befasst sich mit dem Zahninneren, also den Erkrankungen welche die Zahnpulpa (Zahnnerv) und die Wurzelspitzen betreffen können. Eine Entzündung des Nerven muss in der heutigen Zeit kein Verlust des Zahnes bedeuten und kann durch moderne Behandlungsformen erfolgreich therapiert werden. Dank der modernen Endodontie stehen für uns der Erhalt der natürlichen Zähne und die Aufrechterhaltung deren Funktion an oberster Stelle.

Wie entsteht eine Entzündung der Zahnwurzel?

Entzündungen entstehen zumeist durch Kariesbakterien, welche in das Zahninnere vordringen. Auch Verletzungen durch Unfälle können Infektionen verursachen, welche Entzündungen der inneren Zahnbereiche hervorrufen. Eine rasche Behandlung ist sehr wichtig, da die Entzündung auch auf das angrenzende Knochengewebe übergreifen kann und eitrige Abszesse die Folge sein können. Dank moderner endodontischer Behandlungstechniken ist eine Therapie des Zahnes fast immer erfolgreich. In wenigen Fällen, wenn der Zahn zu locker ist, zu stark zerstört oder wenn die den Zahn umgebende Infektion zu weit fortgeschritten ist, bleibt als letzter Ausweg nur die Extraktion des Zahnes. Die entstandene Zahnlücke kann dann mit einer Brücke oder einem Zahnimplantat ästhetisch geschlossen werden. Mit modernen Behandlungstechniken, einem ausgiebigen Desinfektionsprotokoll und optischer Vergrößerung durch Lupenbrille oder idealerweise einem Dentalmikroskop ist eine Erfolgsprognose von etwa 90% zu erreichen.

Wie läuft der Eingriff ab?

Als erster Schritt wird von uns eine Röntgenaufnahme der Zähne und des Kieferknochens angefertigt, da dies die Grundlage für eine Diagnose des Zahnarztes bildet. Sofern der entsprechende Zahn noch sensibel reagiert, wird er mit einer lokalen Anästhesie betäubt und die Behandlung kann schmerzfrei ablaufen. Die Länge der einzelnen Wurzelkanäle wird durch eine elektrometrische Messung exakt ermittelt und ist präziser als eine nur zweidimensionale Röntgenaufnahme, die früher konventionell zur Längenbestimmung des Zahnes herangezogen wurde. Der Zahnarzt verwendet spezielle Instrumente und Feilen aus Titan bzw. Nickel, mit denen der Wurzelkanal aufbereitet, d.h. Schritt für Schritt erweitert wird, um ein Desinfektion bis in die unteren Kanalabschnitte zu ermöglichen. Hierbei werden schädliche Keime und entzündetes Gewebe durch desinfizierende Spüllösungen entfernt. Anschließend mit feinen Papierspitzen getrocknet. Die abschließende Versiegelung des Kanals mit speziellen Füllmaterialien verhindert ein neues Eindringen von Bakterien. Dieses Füllmaterial besteht in der Regel aus Guttapercha-Gummistiften, in Verbindung mit einem dünnflüssigen Zement, dem sogenannten Sealer. Damit keine neuen Keime in den Zahn gelangen, zum Beispiel durch den Speichel, wird der Zahn während der gesamten Behandlung mit einem speziellen Gummituch isoliert. Zudem schützt dieses auch davor, dass desinfizierende Spüllösungen oder Handinstrumente in den Mund gelangen und ggf. verschluckt werden. Dieses schützende Gummituch wird auch als Kofferdam bezeichnet.

Unterstützung durch ein Dental OP-Mikroskop

Speziell durch eine optimale Ausleuchtung mit einer in das Mikroskop integrierten LED Leuchte, die direkt aus Blickrichtung senkrecht in den Zahn leuchtet, wird eine erheblich bessere Erkennbarkeit des Zahninneren ermöglicht, als bei Verwendung einer Lupenbrille oder sogar nur des bloßen Auges. Durch eine bis zu 20-fache Vergrößerung können auch kleinste haarfeine Zahnstrukturen dargestellt werden, wie zum Beispiel versteckte Wurzelkanaleingänge, die mit dem bloßem Auge oder mit Lupenbrille kaum zu erkennen sind, aber für den Behandlungserfolg sehr entscheidend sein können! Somit ist das Dentalmikroskop ein hervorragendes Werkzeug, um auch schwierige Zähne mit Erfolg zu behandeln. Als Zahnarzt in Solingen setzen wir auf diese Technik.

Ein besonderes Spezialgebiet für das Mikroskop sind sogenannte Wurzelkanalrevisionen. Dies beschreibt die Erneuerung einer alten Wurzelfüllung, die möglicherweise, weil der Zahn bei der Erstbehandlung nicht bis zur Wurzelspitze gereinigt und gefüllt wurde nun eine Entzündung ausgebildet hat. Die Behandlung erfordert eine hervorragende Sicht auch in tiefe Kanalabschnitte, um die alte Wurzelfüllung zu entfernen und den ursprünglichen Wurzelkanal in der Tiefe ausfindig zu machen und dann die letzten Millimeter bis zur Wurzelspitze, die in solchen Fällen zumeist bakterienkontaminiert sind zu reinigen. Viele solcher Zähne können so vor der Entfernung gerettet werden oder ein chirurgischer Eingriff, wie eine Wurzelspitzenresektion kann vermieden werden.

Verstärkung im Prophylaxebereich!

Unser Praxisteam im Prophylaxebereich wird nun durch unsere „frischgebackene“ Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin (ZMP) Fr. Daniela Müller-Brandenburger verstärkt, wir gratulieren ganz herzlich zur bestandenen Fortbildung und Abschlußprüfung!

Prophylaxe mit System

Prophylaxe mit System: Behandlung und Diagnostik von Zahnfleischerkrankungen – jetzt auch mit Computerunterstützung

Seit März 2012 können wir unseren Patienten noch mehr Service bieten – insbesondere bei der Prophylaxe und der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen.

Gesundes Zahnfleisch ist ein wichtiger Beitrag für Ihre Allgemeingesundheit. Wissenschaftliche Studien belegen den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und geringeren Risiken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Schwangere Frauen vermindern das Risiko einer Frühgeburt und ein Diabetes mellitus lässt sich leichter einstellen.

Im Rahmen unseres neuen Prophylaxekonzeptes setzen wir jetzt auf ein computergestütztes Screening des persönlichen Mundgesundheitsrisikos unserer Patienten. Durch die Erfassung gesundheitsrelevanter Indizes können wir auf persönliche Bedürfnisse zugeschnittene Empfehlungen für den Erhalt der Mundgesundheit geben. Bei Veränderungen können wir anhand der Verlaufsaufzeichnungen zügig reagieren.

Die Computersoftware ist eine Entwicklung verschiedener Hochschulen und Fachgesellschaften in Deutschland und wurde als einziges System von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie akkreditiert.