Geschichte der Stadt Solingen (NRW)

Erwartet den Besucher von heute in Solingen eine moderne Großstadt, so blickt die Stadt doch auf eine lange Tradition zurück. So lassen sich die ersten Anfänge der Stadt schon bis ins 8. und 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Blieb das Tal der Wupper selbst von den alten Römern unentdeckt, so brachten diese Jahrhunderte die ersten Siedlungen. Selbst ein hochherrschaftliches Gebäude wie die Schloss Burg entstand in diesen Zeiten und auch die erste Kirche dieser Region wurde in der Zeit ab dem Jahr 750 gebaut. Da die damalige Siedlung Solingen umgeben war von dichten Wäldern, die hauptsächlich Eichen und Buchen vorweisen konnten, war der erste Schritt getan worden, damit die heute noch bekannte Klingenindustrie Solingen als Standort aussuchte.

Mit dem frühen Mittelalter kamen immer mehr bauliche Aktivitäten in Solingen auf. So wurde ein Kloster für die Zisterzienser erbaut und auch der Bergische Dom ist bis zum 14. Jahrhundert entstanden. Jetzt gibt es die ersten Erwähnungen von Ortschaften, wobei 1135 Greverode genannt wurde, dass heute noch als Gräfrath in Solingen zu finden ist. Selbst als Ort christlicher Heiligenverehrung konnte sich Solingen in dieser Zeit beweisen, denn es wurde ab 1309 zum Mittelpunkt der damaligen Katharinenverehrung. In diesem Jahrhundert entstanden auch die wichtigen Zünfte, die Solingen im Laufe der Zeit zu einem florierenden Marktplatz machten. So ist es nicht verwunderlich, dass Solingen schon sehr früh im Jahr 1474 die Stadtrechte erhielt.

Solingen und sein Anfang

Die folgenden Generationen in Solingen erlebten bewegte Zeiten. Da gab zwei schlimme Brände zu vermerken und auch die Pest ging nicht an Solingen vorbei. Und Kriegszeiten wie der Siebenjährige Krieg und der Dreißigjährige Krieg sorgten für viele Veränderungen in Solingen. Und als sich im 19. Jahrhundert das preußische Reich immer mehr ausdehnte, da gehört auch Solingen zu Preußen. Im Laufe der Zeit entstanden einige beeindruckende Bauwerke in Solingen, sodass schon im Jahr 1897 die Müngstener Brücke eingeweiht wurde, die noch heute in Deutschland als die höchste Eisenbahnbrücke gilt. Kriege wie der 1. und 2. Weltkrieg brachten der Stadt immer große Schäden und wer ins Jahr 1993 blickt, der konnte in den Zeitungen große Schlagzeilen finden, denn in diesem Jahr fand der Brandanschlag von Solingen statt.

Betrachtet man die Einwohnerzahlen im Jahr 1949 von mehr als 146000 Bürgern in Solingen, so hat sich die Anzahl bis heute mit mehr als 162000 Bürgern zwar gesteigert, aber nicht sehr wesentlich verändert. Wer mehr über die Geschichte der Stadt Solingen erfahren will, der sollte bei einem Besuch die Museen der Stadt besuchen. Natürlich darf hier die Entwicklung zur Klingenstadt nicht fehlen, aber auch andere Bereiche der Stadtgeschichte werden hier mit vielen Exponaten aufgegriffen. Ob der Turm der Walder Kirche aus dem frühen Mittelalter oder die Kapelle St. Reinoldi, wer die Geschichte der Stadt Solingen erkunden will, der sollte sich die Architektur der Stadt etwas genauer anschauen. So begeistert die Sengbachtalsperre aus dem Jahr 1903 und auch die bergischen Fachwerkhäuser im Stadtgebiet lassen erahnen, wie meisterlich die Baukunst über die Jahrhunderte in dieser Region war.

Solingen – interessant, vielfältig, aufregend.

Ist die Stadt Solingen heute eine moderne deutsche Stadt, so kann der Besucher doch überall architektonische Zeitzeugen finden, die einen Blick auf die bewegte Klingenstadt Solingen werfen können, z.B. im LVR Museum in Solingen.

Sehenswürdigkeiten der Stadt Solingen (NRW)

Ein Wahrzeichen und ein Stück Geschichte der Stadt Solingen ist natürlich die Schloss Burg, vor allem wenn der Weg zu dieser architektonischen Schönheit direkt mit der Seilbahn genommen wird. Ein unterhaltsames Erlebnis, dass damit gekrönt wird einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung von Schloss Burg genießen zu können. Gastronomie, Konzerte oder mittelalterliche Feste, wer Schloss Burg besucht, der kann sich über viele unterhaltsame Events freuen und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Ein besonderes Highlight unter den Solinger Sehenswürdigkeiten ist die Müngstener Brücke, die seit dem Jahr 1897 als die höchste Eisenbahnbrücke in Deutschland gilt.

Solingen Highlight #1

Für alle Kunstliebhaber lohnt ein Abstecher zum Theater und Konzerthaus Solingen. In jedem Jahr finden hier mehr als 600 Events statt und zieht zahlreiche Besucher in ihren Bann. Aber auch ein Besuch in den Güterhallen mit ihren Künstler-Ateliers kann sich stets lohnen. In der Rock City Nr. 1 sollte der Urlauber den Cow Club besuchen und sich hier über junge Musiker informieren. Wer Solingen kennt, der wird immer wieder an den Brandanschlag von 1993 denken. Hieran erinnert das Mahnmal Solinger Bürgerinnen und Bürger, aber es gibt auch andere Denkmäler, die im Solinger Stadtgebiet zu finden sind. So ist die Solinger Liewerfrau ein lohnendes Motiv für Urlaubsfotos und auch der Rüdenstein oder das Czimatis Denkmal sowie das Schleiferdenkmal oder der Kiepenkerl lassen erahnen, dass die Stadt Solingen viele interessante Künstler wie Hendryk Dywan hat. Auf der Suche nach architektonischen Schönheiten macht sich der wissbegierige Urlauber auf den Weg nach dem Wasserschloss Hackhausen und dem Schloss Caspersbroich. Dazu wird der Reisende die zahlreichen Kirchen der Stadt besichtigen, wobei schon die St.-Clemens-Kirche sich als lohnendes Objekt erweisen kann.

Solingen Highlight #2

Für den Kunst- und Kulturfan kann eine Reise nach Solingen sehr unterhaltsam und kurzweilig sein. Jetzt sollte man die vielen Museen der Stadt besuchen und hierbei werden viele Urlauber vor allem auch das deutsche Klingenmuseum besichtigen. Das Kunstmuseum, das Museum Plagiarius und das Gräfrath Museum, wer nach Solingen kommt, der darf sich auf zahlreiche interessante Exponate freuen, die man betrachten kann. Selbst ausgefallene Museumswünsche können sich in dieser Stadt erfüllen, wenn ein Besuch im Laurel und Hardy Museum auf dem Ferienplan steht. Wer sich für Industriekultur interessiert, der sollte einen Ausflug zum LVR-Industriemuseum, zum Wipperkotten und zum Balkhauser Kotten nicht verpassen.

Solingen Highlight #3

Zu allen Jahreszeiten lohnt sich die Reise nach Solingen, denn immer wieder gibt es die schönsten Events und Veranstaltungen. Da lieben Einheimische und Besucher das Frühlingsfest Wipperkotten, aber genauso das Güterhallenfest oder das Pow Wow You Festival lockt viele Besucher in die Stadt Solingen. Selbst Messen und Märkte lassen die Touristen aufmerken, denn vom Ostermarkt auf Schloss Burg über die internationale Messer Macher Messe bis zum Mittelaltermarkt auf Schloss Burg gibt es immer wieder Events, die man in Solingen nicht verpassen sollte. Auf der Suche nach den grünen Oasen in Solingen sollte der Urlauber den Botanischen Garten in Solingen besuchen. Aber auch das Wasserwerk Glüder, die Sengbachtalsperre, der Tierpark Fauna und der Vogel- und Tierpark Ohligs lassen den Naturfreund aufhorchen, wenn er einige schöne Tage in Solingen verbringen will. Wer Solingen besucht, der kann sich auf eine abwechslungsreiche Städtereise voller schöner Highlights freuen.

Kurzprofil der Stadt Solingen

Auf den ersten Blick scheint der Name Klingenstadt Solingen ausschließlich auszusagen, dass die Stadt nur von der Klingenindustrie lebt. Doch es haben sich in Solingen mehr Betriebe der Wirtschaft angesiedelt, die nicht von den traditionsreichen Klingen leben. So gibt es bekannte Printmedien und in den letzten Jahren des digitalen Wandels auch Onlinemedien, die ihre wirtschaftliche Heimat in Solingen gefunden haben. Selbst der Rundfunk sendet von Solingen aus und ist als Teil von Radio NRW lokal zu hören. Das Herze der Schneidwarenindustrie in Deutschland ist unverbrüchlich mit Besteck und anderen Schneidwaren verbunden. Der Zusatz Klingenstadt wird unterstrichen, wenn man einmal nachzählt und dabei zu dem Ergebnis kommt, dass in Solingen rund 150 Betriebe sich mit der Fertigung von Klingen und Besteck beschäftigen.

Bekannte Unternehmen in Solingen

Bekannte Unternehmen wie Wilkinson sind hier zuhause und sorgen für viele sichere Arbeitsplätze in Solingen. Aber auch der Gummibärchenhersteller Haribo hat sich für Solingen als Firmensitz entschieden und lässt die Stadt zu einem Mekka für alle werden, die sich für die Herstellung beliebter Süßwaren interessieren. Seit 1998 steht Solingen auch für den Fortschritt für die Wirtschaft, denn hier hat sich das Gründer- und Technologiezentrum angesiedelt. Was im Mittelalter mit der Produktion von Schwerter begann, dass ist heute ein moderner Standort, der dafür sorgt, dass der Trend zum haarlosen Menschen sich durch schmerzfreie Methoden mit ständig verbesserten Klingen weiter durchsetzen kann. Ob Bestecke, Friseurbedarf, Klingen für Küche und Haushalt oder Instrumente aller Art, in Solingen sind viele Firmen ansässig, die dafür sorgen, dass scharfes Schneiden ganz risikolos erledigt wird. Bekannte Unternehmen haben sich Solingen angesiedelt und sorgen dafür, dass diese Stadt für Arbeitssuchende wirklich interessant ist.

Solingens Infrastruktur

Die Infrastruktur von Solingen besteht aus vielen Möglichkeiten ein Verkehrsmittel zu finden. So verfügt die Stadt über mehrere Bahnhöfe und wer Solingen erreichen will, der kann dies sehr bequem mit dem Zug machen. Eine Stadt wie Solingen ist durch die Bahn mit vielen anderen Städte direkt verbunden, denn ICE und IC verkehren hier. Aber auch mit dem Bus kann der Solinger Bürger zu allen gewünschten Haltestellen in der Stadt kommen. Doch wer den Bus in Solingen nutzt, der wird als Besucher der Stadt überrascht werden, denn hier kann man mit einem Oberleitungsbus fahren. Dies ist heute nur noch in zwei weiteren Städten in Deutschland möglich.


Und so finden Sie zu unserer Zahnarztpraxis

Besucht man die Stadtwerke Solingen, dann wird man hier auf 50 Oberleitungsbusse treffen, die eindeutig zu den Sehenswürdigkeiten in Solingen gehören. Für den Autofahrer wurde das Straßennetz in Solingen gut ausgebaut und auch wer Solingen erreichen will, der kann sich über zahlreiche Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen freuen. Wer als aktiver Urlauber die Stadt Solingen erreichen will, der kann dies über viele Radwege und Wanderwege erreichen. Und selbst eine Seilbahn ist in Solingen zu finden, wo Urlauber die Burg an der Wupper direkt erreichen können. Mit einem Projekt wie die Regionale 2006 und anschließend City 2013 sollen Städte wie Wuppertal, Remscheid und auch Solingen gefördert werden, wobei gerade Solingen trotz schwieriger wirtschaftlicher Grundtendenzen immer noch auf eine Erneuerung und Modernisierung der Infrastruktur hofft. Zwar gibt es in den letzten Jahren Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur, aber es muss noch viel getan werden.

LVR Museum in Solingen

Eine „Werkstatt für die Welt“ – Das LVR-Industriemuseum in Solingen

Einst war die Stadt Solingen bekannt für ihre Schneidwarenherstellung – und zwar bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Heute erinnert uns das LVR-Industriemuseum mit Hendrichs Gesenkschmiede an eben jene vergangene Zeit. Denn auch heute kann man noch erleben, wie Scherenrohlige aus rot glühenden Spaltstücken und jede Menge Getöse geschmiedet werden. Hier knallt es. Hier zischt es – und das alles im Zeichen einstiger, gelebter Geschichte. Die Gesenkschmiede Hendrichs ist das Schmuckstück des LVR-Industriemuseums in Solingen. Denn für ein ganzes Jahrhundert (1886-1986) wurden hier Scheren-Rohlinge nicht nur geschmiedet, sondern auch verarbeitet. Das Museum ist ein Ankerpunkt und zählt zur Europäischen Route der Industriekultur und ist darüber hinaus Bestandteil des Netzwerkes „Industriekultur Bergisches Land“.


Und zu unserer Praxis ist es auch nicht weit … ;-)
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Die Geschichte der Schmiede

Das Klingengewerbe im Raum Solingen war schon zu Zeiten des Mittelalters florierend. Grund hierfür liegt in der günstigen geografischen Lage. Denn die zahlreichen Wasserläufe und die Nähe zu Erzgruben im nahen Siegerland sowie Wälder, die Holzkohle lieferten, machten das Geschäft mit der Klinge zu einem wirklich lukrativen. Was eins als Klingengewerbe begann, entwickelte sich dann im Laufe der folgenden Jahrhunderte zu einem Schneidwarengwerbe, mit ähnlich vielversprechendem Erfolg. Gerade in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts erlangte die Scheidekunst aus Solingen weltweites Ansehen.

Siehe auch: Deutsches Klingenmuseum in Solingen

Die Gesenkschmeide Hendrichs wurde von zwei Brüdern 1886 in Solingen gegründet. Es waren motivierte und innovativ denkende Brüder, so dass ihre Unternehmung in nur wenigen Jahrzehnten zu einer der größten Gesenkschmeiden in Solingen und Umkreis wachsen konnte. Ihr Erfolg lag dabei in der Mechanisierung des Schmeidevorgangs. Die Brüder Hendrichs waren nicht nur Vorreiter auf dem Gebiet der Modernisierung des Handwerks. Sie gelten als typisches Musterbeispiel für eine Entwicklung von der Handschmeidekunst zur industriellen Fertigung. Nach 100 Jahren Betriebstätigkeit wurde das Unternehmen geschlossen und unmittelbar vom Landschaftsverband Rheinland in ein Museum mit Schaubetrieb umgestaltet, dass 1999 offiziell seine Worten für den Museumsverkehr öffnete. Das besondere am Solinger Standort? Es sind noch alle Maschinen und andere Werkzeuge im Original erhalten. Selbst der Waschraum ist noch so, wie er vor hundert Jahren war.

Heute können Besucher auf über 3500 m² Ausstellungsfläche in eine längst vergangene Zeit eintauchen. Denn es knall und zischt noch genauso wie vor hundert Jahren. Es wird mit Schraubstock und Maschinen gearbeitet, die von den Brüdern Hendrichs aufgebaut wurden. Noch heute werden, wie damals, Scherenrohlinge hergestellt, die anschließend sogar von den Museumsbesuchern erworben werden können. Besonders interessant ist das Museum auch Schulklassen. Denn das LVR-Industriemuseum Solingen bietet ein nach Schul- und Jahrgangsstufen differenziertes Angebot. Hinzu kommen Programmergänzungen für Familien und Kindern, die Schmiede- und Kreativworkshops miteinschließen.

Botanischer Garten Solingen

Der Botanische Garten Solingen ist ein Gartenanlage in der Stadt Solingen, welche kostenfrei zugänglich ist. Der Garten wurde im Jahr 1963 eröffnet. Seit dem Jahr 2010 steht die Anlage außerdem unter Denkmalschutz. Der Botanische Garten Solingen ist in mehrere Themengärten unterteilt, welche auf 61.519 Quadratmetern zu finden sind.

Der Garten

Der Botanischen Garten ist in einer Dreiecksform angelegt. Nahe des westlichen Eingangs befindet sich ein großer angelegter Teich und der Irisgarten. Nahe des Haupteingangs im Norden sind das Koniferenquartier, das Alpinum und der Primelgarten. Entlang der östlichen Seite befinden sich die Pflanzenhäuser (Tropenhaus, Orchideenhalle, Mutterpflanzenhaus, Solingen, Bromelienhaus, Sukkulentenhaus) und das Aquarium. Der Weg führt außerdem an dem Mediterranen Garten, dem Bauerngarten, dem Biblischen Garten, dem Sichtungsgarten, dem Rosengarten sowie dem Kräutergarten entlang.

Geschichte

Botanischer Garten SolingenBereits einige Zeit vor der eigentlichen Eröffnung ist auf dem Gelände eine Art Botanischen Garten in Solingen entstanden. Ein kleiner Teil der Fläche wurde ab dem Jahr 1906 als Schulgarten von dem umliegenden Schulen genutzt. Die Schulen begannen mit der Bepflanzung, sodass der Garten, welcher zu dieser Zeit rund 1000 Quadratmeter umfasste, schon zwei Jahre später für die Solinger Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Die Schließung erfolgt jedoch bereits einige Jahre später (1914), da der Kostenaufwand für die Stadt zu groß wurde. Im Ersten Weltkrieg verlor der Garten schließlich vollkommen seine Funktion und diente Anpflanzung von Lebensmitteln, um die Menschen mit Essen versorgen zu können. In den kommenden Jahren wurde der Garten an einer andere Stelle in der Stadt erneut realisiert. Nach einigen Jahren wurden jedoch auch dort Probleme festgestellt. Schließlich wurde das heutige Gebiet gefunden. Der Botanische Garten wurde an dieser Stelle errichtet. In den 50er Jahren haben vor allem die Neubepflanzungen stattgefunden und die Pflanzenhäuser wurden errichtet und zunächst für Schulklassen aus Solingen geöffnet. Mit seiner Eröffnung im Jahr 1963 wurde die Anlage schließlich für die gesamte Bevölkerung geöffnet. In dem kommenden Jahren wurden noch weitere Pflanzenhäuser errichtet und es gab immer wieder Umgestaltungen. Ende der 90er Jahre ist der Botanischen Garten wieder einmal in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Stadt konnte den Garten nicht länger finanzieren. Seitdem gibt es eine Vielzahl an Sponsoren und einen Förderverein aus Solingen, die darf sorgen, dass der Botanischen Garten erhalten bleiben kann und gepflegt werden kann. Mittlerweile wird die Anlage auch immer wieder für verschiedene Veranstaltungen wie Konzerte oder Ausstellungen genutzt.

Noch nicht genug von Solingen? In unserem Kurzprofil der Stadt Solingen, finden Sie alles, was Solingen besonders macht.

Lage (Anfahrt von Solingen)

Die Anlage ist im Stadtteil Gräfrath gelegen. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Wohnanlage Vogelsang, das gleichnamige Gymnasium und das Städtische Klinikum. Der Botanische Garten ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Anfahrt ist aber auch mit dem Auto möglich, da es eigene Parkplätze vor der Anlage gibt. Der Zugang zum Parkgelände ist von vier Seiten jeweils über einen separaten Eingang möglich. Und falls Ihnen nach Ihrem Picknick im Garten der Zahn schmerzt, finden Sie unsere Zahnarztpraxis nur wenige Minuten entfernt (Startseite).

Laurel & Hardy Museum in Solingen

Stan Laurel und Oliver Hardy stellten das wohl bekannteste Komikerduo aller Zeiten, Dick und Doof, dar. Große Fans der beiden beliebten amerikanischen Slapstick-Stars ist das Ehepaar Wolfgang und Vera Günther aus Solingen. Diese begannen bereits in den 1990er Jahren Exponate rund um Stan Laurel und Oliver Hardy zu sammeln. Schon früh begann das Paar diese Sammlung in einer dafür angemieteten Wohnung in der Solinger Bismarckstraße auszustellen. Anfang 2001 musste die Ausstellung dann kurzfristig unterbrochen werden, da die Räumlichkeiten des Museum nichts mehr gemietet werden konnten. Die Stadt Solingen half, die Ausstellung wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und organisierte im Denkmalgeschützten Fabrikgebäude Walder-Kotten Räumlichkeiten, in denen das Laurel and Hardy Museum heute zu finden ist.

Laurel Hardy Museum Solingen

Mit viel Liebe zum Detail hat das Ehepaar Günther hier eine Ausstellung rund um die weltberühmten Komiker hier in Solingen geschaffen, die nicht nur Filmfans zu begeistern weiß. Zwischen Filmplakaten, Figuren und auch privaten Fotos und Dokumenten der beiden Schauspieler kann der Besucher ebenfalls die legendären Filme der gefeierten Slapstick-Stars bewundern. Hier spürt man, dass die Leidenschaft zum Sammeln und die Liebe für diese Ära die Seele des Museums ausmachen. Der Museumsinhaber, Wolfgang Günther, der diese einzigartige Sammlung privater Stücke und einem Stück Filmgeschichte möglich macht, steht auch heute noch in Verbindung mit den Nachfahren der amerikanischen Superstars. Für die Solinger Besucher behält das Ehepaar immer wieder die ein oder andere interessante Anekdote aus dem Leben Hardys und Laurels bereit. Wer wusste denn schon vorher, dass die Filme der frühen Comedystars nicht nachsynchronisiert wurden, sondern dass Stan Laurel und Oliver Hardy die Filme für den weltweiten Markt selbst mehrfach, in unterschiedlichen Sprachen aufnehmen mussten. Somit gibt es in dem Solinger Filmmuseum auch Szenen zu sehen, in denen der Brite Stan Laurel und der Amerikaner Oliver Hardy deutsch sprechen. Auf dem Rückweg vom Museum können Sie in unserer Zahnarztpraxis in Solingen gleich Ihren jährlichen Zahnarztbesuch abhaken (hier).

Mit mehr als 300 Filmen, einer Schallplatte und schriftlichen Werken ist das Duo eines der fleißigsten Duos der Welt anzusehen. Kein Wunder also, dass die Ausstellung im Solinger Walder-Kotten zahlreiche Exponate aus der goldenen Ära des Films vorstellen möchte. Filmfans, Freunde einer fast vergessenen Zeit, Comedyfans und Liebhaber dieser Epoche werden in diesem Museum aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Große und Kleine Fans können hier hautnah den Glanz der beliebten Komiker erleben, nie zuvor gesehene Szenen bestaunen und ganz private und seltene Exponate, wie einen von Stan Laurel ausgestellten Scheck, oder ganz private Fotos aus dem Leben der Komiker, finden Sie hier in Solingen. Nur hier können Besucher original Kinofilme der berühmten Stars ansehen. Das Museum in der Locher Straße 17 ist an jedem letzten Wochenende im Monat für kleine und große Besucher zugänglich. Das Ehepaar, dass seine außergewöhnliche Sammlung an Exponaten der Öffentlichkeit zugänglich macht, versteht sein Museum in Solingen als einen Ort für Filmfans und Liebhaber der Slapstick. Daher wird für den Besuch der Ausstellung kein Eintritt erhoben, es wird lediglich um eine Spende gebeten.

Tipp: wenn die Sonne scheint, gibt es keinen besseren Platz, als den Botanischen Garten in Solingen, um den Tag ausklingen zu lassen.

Das Museum in Solingen ist einzigartig in Deutschland. Es gibt weltweit nur zwei weitere Museen, die sich Stan Laurel und Oliver Hardy widmen. Eins befindet sich im britischen Ulverston, dem Geburtsort Stan Laurels, die zweite Ausstellung ist an Oliver Hardys Geburtsort, in Harlem/Georgia zu finden. Auch wer sich für die Filmtechnik der 30er und 40er Jahre interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen.

Kunstmuseum in Solingen

kunstmuseum solingen

Das Kunstmuseum Solingen ist in dem ehemaligen Rathaus von Gräfrath untergebracht. Das malerische Gebäude aus den Jahren 1907/1908 liegt über dem alten Ortskern von Gräfrath. Nach Fertigstellung des Anbaus wurde das Museum unter dem Namen „Museum Baden“ im Oktober 1996 eröffnet. Seit dem Jahr 2011 trägt es seinen jetzigen Namen und ist für kunstinteressierte Besucher das ganze Jahr geöffnet. Montags, wie für Museen üblich, ist geschlossen. An den anderen Tagen sind an der Wuppertaler Straße 160 von 10.00 bis 17.00 Uhr Besucher herzlich willkommen.

Das Angebot des Museums ist facettenreich. Es ist nicht nur die Heimat der Kunstsammlung der Stadt Solingen mit etwa 10.000 regionalen Kunstwerken. Die Veranstaltung von Wechselausstellungen, wie zum Beispiel die „Internationale Bergische Kunstausstellung“, mit unterschiedlichen Themen erfreuen die Kunstinteressierten. Die Darstellung von bildhauerischen Werken gehört genauso zum Programm wie Gemälde und Grafiken junger Künstler. Im Dezember 2015 wurde das Zentrum für verfolgte Künste gegründet. Die Dauerleihgabe von Originalzeichnungen der Künstlerin Else Lasker-Schülers ist die größte Sammlung ihrer Werke außerhalb Israels und hier in Solingen zu finden. Das Museum bietet nicht nur künstlerische Highlights für die Augen, sondern auch für die Ohren des interessierten Publikums. Die Veranstaltungen von anspruchsvollen Konzerten in der Atmosphäre des Museums sind ein besonderes Erlebnis. Junge und talentierte Interpreten präsentieren die alten Meister.

Für diejenigen, die Comedy als reinste Form der Kunst betrachten, ist ein Besuch im Laurel & Hardy Museum in Solingen Pflicht.


Mehr erfahren

Die museumspädagogische Abteilung des Kunstmuseums Solingen widmet sich dem Kunstverständnis aller Interessenten. Neugierigen Kindern wird in Ferienkursen oder an Samstagvormittagen die Welt der Kunst nahe gebracht und anschließend im Museumsatelier in die Praxis umgesetzt. Workshops ab 6 Jahre fördern die Kreativität des Nachwuchses. Der Jugendkunstklub bietet künstlerischen Kindern die Möglichkeit neue Materialien oder Techniken auszuprobieren. Öffentliche Führungen zu Wechselausstellungen für das erwachsene Publikum oder themenbezogene Führungen gehören ebenfalls zum Angebot des Kunstmuseums in Solingen. Der historische Ratssaal kann für Events, Tagungen und Seminare gebucht werden. Der komplette Saal bietet Platz für 160 Personen bei Stehempfängen oder 90 Teilnehmern an Tischen. Ein Raumteiler ermöglicht eine Veranstaltung im kleineren Kreis. Präsentationen, Workshops oder private Feierlichkeiten erhalten durch die historische Umgebung einen extravaganten Rahmen. Durch die praktische Anrichteküche kann sich ein Cateringservice um das leibliche Wohl der Veranstaltungsteilnehmer kümmern. Zu dem Gesamtbild des Kunstmuseums Solingen gehört ebenfalls ein Museumsshop. Freundliche Mitarbeiterinnen helfen den Besuchern kleine Präsente auszuwählen. Im Sortiment des Shops findet man selbstverständlich Kunstkataloge, Künstlereditionen und Kunstpostkarten. Als Service für die Besucher sind die Öffnungszeiten des Museumsshops mit den des Museums identisch. Zahlreiche Publikationen über Themen der unterschiedlichen Wechselausstellungen bis hin zur Hausbroschüre anlässlich der Eröffnung im Jahr 1996 erhält man im Kunstmuseum Solingen.

Deutsche Klingenmuseum in Solingen

In Gräfrath, einem Stadtteil von Solingen, befindet sich das Deutsche Klingenmuseum. Ausgestellt werden dort Waffen, Bestecke, Messer und Schneidwaren. Im Jahre 1904 wurde die Solinger Fachschule für Metallgestaltung gegründet. Sie verfolgte das Ziel, den Arbeitern und Handwerkern in der Stahlindustrie eine zusätzliche gestalterische Ausbildung zu ermöglichen. Von Beginn an bemühte sich die Schule für ihre Schüler eine Vorbildersammlung einzurichten. So sollten die Schüler die Möglichkeit haben, aus den Werken der vergangenen Zeiten zu lernen. 1929 wurde innerhalb der Fachschule ein eigenes Industriemuseum eröffnet. Dort wurde die Geschichte der Solinger Klingenschmiede und Stahlwarenindustrie ausgestellt.

Klingenmuseum Solingen

1954 zog der inzwischen gewachsene Fundus aus der Fachschule in das alte Gräfrather Rathaus. Heute befindet sich dort das Kunstmuseum Solingen. Seit 1991 findet man das Klingenmuseum in Solingen in dem für seine Bedürfnisse umgebauten Stift Gräfrath, im Klosterhof in Solingen. Leiterin des Museum ist seit dem 01.05.2016 Isabell Immel.

Durch den Erwerb zahlreicher Exponate verfügt das Museum mittlerweile über die umfangreichste Sammlung an Bestecken weltweit. Hierzu zählen alle Speisegeräte. Das Wort „Besteck“ meint allerdings ein Set aus zusammenpassenden Löffeln, Gabeln und Messern. Es werden Stücke ausgestellt, die zum Beispiel kriegerische Auseinandersetzungen und Ehrengaben, medizinische Arbeitsweisen, Liebesbezeugungen, Barbier-Moden und Design thematisieren. Inzwischen kann der Besucher außerdem einen enzyklopädischen Blick auf die Geschichte alles Schneidenden werfen. Im Bereich Blankwaffen verfügt das Klingenmuseum über eine Sammlung von Exponaten, die alle Epochen, beginnend mit der Bronzezeit, bis in das 20. Jahrhundert, veranschaulichen. Die ersten Kurzschwerter und Dolche des Museum stammen aus Luristan, einer ehemals persischen Region.

Im Laufe der Jahre fanden in den Räumlichkeiten des Museums zahlreiche Ausstellungen statt. Ende 2016 und Anfang 2017 stellte das Museum zum Beispiel eine Sammlung aller osmanischen, kaukasischen, persischen und indischen Waffen zusammen. Enthalten waren Stücke, die sonst nicht für den Besucher zugänglich sind. In den Jahren davor gab es Austellungen zu den Themen „Hochzeitsmesser“, „Food Design“ oder zu asiatischen Waffen. Auch für Kinder gibt es im Klingenmuseum einiges zu entdecken. Im Nachbargebäude des großen Museums gibt es ein Multirestaurant, echte Blankwaffen, Klingen und Essbestecke. Die Kinder dürfen alles testen und dabei sogar echte Dolche und Schwerter anfassen. Im Jahr 1185 wurde das Gräfrather Kloster und spätere Augustiner-Chorfrauenstift gegründet. Der bedeutende Kirchenschatz des Klosters ist bis heute erhalten geblieben. Der Kirchenschatz ist im Besitz der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Solingen-Gräfrath. Der Besucher kann ihn im Deutschen Klingenmuseum betrachten. Dort ist er als Dauerausstellung untergebracht. Das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An Montagen bleibt das Museum geschlossen. Dann bietet sich ein Besuch im Kunstmuseum in Solingen an.


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